Glossar C

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B

Bedruckbarer Bereich

Bei der CD- bzw. DVD-Bedruckung ist zu beachten, dass CDs und DVDs einen unterschiedlich breiten, kreisrunden Bereich in der Mitte besitzen, der nicht bedruckt werden kann. Neben dem Mittelloch umfasst dieser Bereich je nach Hersteller und Produkt einen unterschiedlichen Radius. Bei manchen Typen ist der Druck bis zum Mittelloch möglich, bei anderem nur bis zum Rand der metallisierten Fläche.

Ebenso gibt es einen bedruckbaren Bereich beim Papierdruck. Da der Transportmechanismus eines Druckers das Papier bewegen muss, ist der Bereich, wo das Papier gegriffen wird, in der Regel nicht bedruckbar. Der konkrete bedruckbare Bereich ist somit vom Druckermodell abhängig und sollte bei der Vorlagenherstellung beachtet werden.


Beschnittzugabe (Bleed, Überfüllung)

Möchte man ein Dokument drucken, das flächigen Inhalt bis zu den Rändern enthält, sollten diese Flächen auf der Vorlage etwas größer sein. Der überdruckte Rand wird nach dem Drucken abgeschnitten und entfernt. Hiermit ist garantiert, dass keine unbedruckten Bereiche an den Rändern entstehen.

Durch diese leichte Vergrößerung des Druckbereichs können mechanische Justierungsprobleme des Druckers oder kleinere Fehler in Druckvorlagen ausgeglichen werden. Typischerweise beträgt diese sogenannte Beschnittzugabe 3-5 mm.


Blitzer

Als Blitzer bezeichnet man unbedruckte, weiße Stellen auf einem Druckbogen, die durch einen ungenauen Druckvorgang entstehen. Diese Stellen sind als Qualitätsmängel zu betrachten.

Einerseits können Blitzer entstehen, wenn Druckvorlagen nicht exakt bis zum Rand bedruckt werden und an diesem ein weißer, unbedruckter Bereich überbleibt. Diesem Effekt kann mit einer Beschnittzugabe begegnet werden.

Andererseits können Blitzer entstehen, wenn in mehreren (Farb-)Schichten gedruckt wird und diese nicht exakt übereinander liegen. Über- bzw. Unterfüllen sind geeignete Maßnahmen, um diesen Effekt zu vermeiden


Blu-ray Disc

Die Blu-ray Disc (kurz: BD) ist ein optisches Speichermedium mit einer Datenkapazität von 25 GB (Single-Layer) bzw. 50 GB (Double-Layer) und das bei den gleichen Abmessungen wie eine herkömmliche CD oder DVD.

Im sog. Formatkrieg um die Nachfolge der DVD hat sich die Blu-ray Disc 2008 erfolgreich gegen die HD DVD und die VMD durchsetzen können, nachdem Toshiba im Februar 2008 die Produktion und Weiterentwicklung der HD-DVD-Technik eingestellt hat.

Bezeichnung

Die Bezeichnung Blu-ray ist eine Verschmelzung des engl. Wortes für blau = blue und für Strahl = ray. Es bedeutet also übersetzt "blauer Strahl" und bezieht sich hiermit auf das violette Licht (405 nm) des bei dieser Technologie verwendeten Lasers. Um die Registrierung als eingetragenen Markennamen zu begünstigen, wurde bewusst auf eine nicht korrekte Schreibweise geachtet.

Geschichte

Die Richtlinien für die Blu-ray Disc wurden 2002 durch die Blu-ray Group festgelegt. Diese setzt sich zusammen aus den Konzernen Hitachi, LG Electronics, Panasonic, Philips, Pioneer, Samsung, Sharp und Sony. 2004 schlossen sich dieser Gruppierung noch Dell und Hewlett-Packard und 2005 auch Apple an. Da die Verbesserungsvorschläge von HP jedoch nicht angenommen wurde, wechselten diese 2005 in das HD-DVD-Lager.

Vorteile

Aufgrund seiner hohen Speicherkapazität (siehe Technische Details) ist die Blu-ray Disc prädestiniert für die Wiedergabe besonders hoch aufgelöster Filmdaten, sog. Full-HD-Videos. Diese bieten eine deutlich bessere Qualität als die gängigen Systeme PAL und NTSC. Die Auflösung einer BD beträgt in bestmöglicher Full-HD-Qualität von 1080p das sechsfache einer DVD.

Auch im Soundbereich bietet die BD deutliche Vorteile gegenüber der CD oder DVD. So werden z.B. die verlustfreien Kompressionsformate DolbyTrueHD und DTS-HD unterstützt.

Technische Details

Wie auch bei der CD und der DVD gibt es die Blu-ray Disc in unterschiedlichen Ausführungen:

• BD-ROM (nur lesbar)
BD-R (nur einmal beschreibbar)
BD-RE (mehrfach wiederbeschreibbar)

Der Durchmesser der BD beträgt wie bei anderen optischen Speichermedien ebenfalls 12 cm und die Speicherkapazität liegt pro Datenschicht (Layer) bei 25 GB. Als Bruttokapazität pro Layer werden alternativ 21,7 GB genannt.

Durch die Erhöhung der Kapazität pro Layer auf 33,3 GB ist es TDK jedoch schon gelungen eine sechslagige BD mit einem Volumen von 200 GB herzustellen und Pioneer kündigte im Juli 2008 an, bereits Prototypen mit 400 GB auf 16 Layern angefertigt zu haben.

Durch die Einführung der neuen Phase-Change-Technik soll die Datentransferrate von 36 Mbit/s auf 72 Mbit/s beim beschreiben einer BD erhöht werden.


Blu-ray Label(druck)


BD-R

BD-R ist die offizielle Bezeichnung für die einmal beschreibbare Blu-ray-Disc. Das Blu-ray-Format wurde als Weiterentwicklung des DVD-Formats vor allem darauf ausgelegt, Videos in HD-Auflösung speicher- und abspielfähig zu machen.

Die Blu-ray-Disc besitzt einen Durchmesser von 120 mm und ist in der Zweischicht-Version (Double Layer) in der Lage, bis zu 50 GByte an Daten aufzunehmen. Für die einschichtige Variante (Single Layer) halbiert sich dieser Wert.

Diese Kapazitätszunahme gegenüber der DVD ist vor allem der Verwendung eines Lasers zum Lesen und Schreiben zu verdanken, welcher mit kleinerer Wellenlänge arbeitet als dies bei CDs/DVDs der Fall ist. Dieser "blaue" Laser ist in der Lage, mit wesentlich höherer Frequenz und auf kleinerem Raum als der "rote" CD/DVD-Laser, Daten von dem Medium zu lesen bzw. auf das Medium zu schreiben.

Bei 1-facher Abspiel- bzw. Brenngeschwindigkeit beträgt die Datenrate 36 Mbit/s, in der Praxis kann der Brennvorgang momentan in der 8-fachen Geschwindigkeit erfolgen.


BD-RE

Im Gegensatz zur einmal beschreibbaren BD-R ist es mit einer BD-RE möglich, Blu-ray-Discs mehrfach zu beschreiben und zu löschen.

Ansonsten gelten die gleichen technischen Daten wie für die BD-R.


BD+

Das für Blu-ray-Discs verwendete Digital Rights Management beinhaltet die Kopierschutztechnik BD+.

Für die Funktionsweise von BD+ ist es verpflichtend, dass Abspielgeräte eine Virtuelle Maschine betreiben, die in der Lage ist, vom Blu-ray-Disc Hersteller auf der Disc mitgelieferte Programme auszuführen. Anhand dieser ständig laufenden Programme kann permanent überprüft werden, ob Modifikationen vorgenommen wurden, die die Integrität des Kopierschutzes gefährden könnten.


Bluebook-Standard

Der Bluebook-Standard ist ein Standard für die Produktion von CDs, welcher es erlaubt, neben Audio-Daten auch computerlesbare Daten aufzuzeichnen in einem Multi Session-Verfahren aufzuzeichnen.

In Audio-CD-Playern wird nur die erste Session mit den Audiodaten abgespielt, die zweite Daten-Session ist nur verfügbar, indem man die CD in ein CD-ROM Laufwerk eines Computers einlegt. Da Audio-CD Player generell nur in der Lage sind, auf die erste Session einer CD zuzugreifen, besteht keine Gefahr, dass die auf einer zweiten Session aufgezeichneten Computerdaten als Musik abgespielt werden.

Die Computerlesbaren Daten können jedweden Inhaltes sein, in der Regel handelt es sich aber um multimediale Beigaben wie Musikvideos oder Bilder, welche somit einen Zusatzwert zum Audiomaterial bieten.

Bluebook ist ein Bestandteil der sogenannten Rainbow Books, welche alle für die CD-Produktion zulässigen Standards umfassen. CDs nach dem Bluebook-Standard bezeichnet man auch als CD-E (CD-Enhanced) oder CD-Extra.


Booklet

Als Booklet bezeichnet man ein kleines Heft, welches in einer CD-, DVD- oder Blu-ray-Hülle als zusätzliche Beigabe zum Medium untergebracht ist.

Der Inhalt dieses Hefts kann vielfältiger Natur sein, zum Beispiel kann es im Falle einer Musik-CD detailierte Songtexte enthalten oder Hinweise auf andere Produkte.


Brillantbox

Die Brillantbox bietet die Möglichkeit, zwei Medien in einem Gehäuse unterzubringen, welches genauso groß ist wie das des Jewel Case. Medien werden auf der Vorder-und Rückseite eines über Scharniere ausklappbaren Trays untergebracht.

Das Gehäuse ähnelt ansonsten dem des Jewel Case und bietet die gleichen Möglichketen, Inlay und Cover Cards sowie Booklets unterzubringen.


Bulkware

Hergeleitet von dem englischen Begriff "bulk" für "Masse", steht Bulkware für Ware, welche ohne Verkaufsverpackung vom Hersteller an Zwischenhändler geliefert wird.

Damit ist sie gedacht als Zwischenprodukt einer weiteren Verwertungskette, wird aber auch oftmals zu günstigeren Preisen als ladenfertige Retailware vom Zwischenhändler direkt an Endkunden verkauft. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass in diesem Fall oftmals Zusatzmaterial wie Bedienungsanleitungen oder eine erweiterte Herstellergarantie fehlen.

Bei Software Partner stehen Bulk-Artikel grundsätzlich für cellophanierte CDs, DVDs und Blu-ray Discs (in der Regel 100er VPEs).


BurgoPak

Das BurgoPak ist eine CD/DVD-Verpackung, welche mit einem Schiebemechanismus arbeitet. Wird an einer Seite der Verpackung gezogen, öffnen sich zu zwei Seiten Fächer, welche die Medien, Booklets etc. enthalten.

Der Schiebemechanismus grenzt das BurgoPak eindeutig ab von anderen Medienverpackungen.



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